Geschäftbericht 2014

Forschung und Entwicklung

Die Aktivitäten und Tätigkeiten der Forschung und Entwicklung für 2014 entsprechen im Wesentlichen denen des Vorjahres. Allerdings haben wir 2014 innerhalb der Entwicklung ein Entwicklungsteam aufgebaut, welches sich mit dem Thema Kühlung von Energiespeichern (z.B. Lithium-Ionen-Batterien) beschäftigt. Zahlreiche Projekte aus dem Bereich mobile Anwendungen (z.B. Energiespeicher für die Bahntechnik) werden hier entwickelt, produziert und getestet. Ziel ist es, sehr fokussiert ein Produktprogramm für die unterschiedlichen Anwendungen zu entwickeln. Bei vielen Anwendungen sind die eigentlichen Einsatzbedingungen und damit notwendigen Spezifikationen noch nicht genügend validiert. Daher wird generell in diesem Bereich - neben der Produktentwicklung - noch viel Forschung bzw. Vorentwicklungsarbeit betrieben. Auch wenn in diesem Markt bisher nur ein geringes Umsatzvolumen erzielt wird, sind wir der Ansicht, dass dieser Markt für technotrans strategisch ein großes Zukunftspotential hat. Durch die Teilnahme an der InnoTrans (Internationale Messe für Verkehrstechnik) haben wir 2014 sehr viele internationale Impulse für neue Projekte erhalten. Ein erstes System wurde bereits Ende 2014 in Brasilien in Betrieb genommen und getestet.

Neben diesen Aufgaben unterstützt die technotrans-Entwicklung auch stark die Business Units (BU). Es werden neue Ideen oder Produktqualifizierungen sowie kundenspezifische Lösungen für technische Problemstellungen entwickelt. Dadurch werden Komponenten oder auch ganze Produktsysteme kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert.

Zu den Aufgaben aus der Vorentwicklung, in der neue Technologien identifiziert und qualifiziert werden, stehen nach wie vor auch die Transfermöglichkeiten von Produkten und Technologien für den Einsatz in weiteren Anwendungsfeldern im Fokus. Durch interne wie auch externe Innovationsworkshops wird die Innovationskultur kontinuierlich gefördert. Der rege Austausch mit Universitäten und Instituten wird dabei konsequent fortgeführt. Dies kann sowohl in Form von Projekten aber auch durch die Einbindung von Studenten erfolgen. Der technologische Austausch mit externen Partnern ist für uns sehr wichtig.

Zudem wurde in 2014 innerhalb des Entwicklungsbereiches (controls) der Grundstein für eine gruppenweite Steuerungsplattform gelegt. Hier soll ein Steuerungskonzept für die Produkte der technotrans Gruppe aufgebaut und sukzessive umgesetzt werden. Erste Elemente der Steuerungstechnik wurden in unserem Produkt für die Sprühbeölung (Spray.xact) bereits auf der Messe Euroblech vorgestellt.

Grundsätzlich wird der Aufwand für die Entwicklung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Liegen die entsprechenden Voraussetzungen vor, so werden Entwicklungskosten gemäß IAS 38 aktiviert und in der Bilanz als immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2014 betragen die aktivierten Entwicklungskosten 1,4 Millionen € (Vorjahr: 1,6 Millionen €). Die F&E-Quote (Entwicklungsaufwand im Verhältnis zum Umsatz) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 3,0 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent).

In seltenen Fällen werden für spezielle Entwicklungsthemen, z.B. für die Weiterentwicklung von bestimmten Komponenten, externe Kapazitäten hinzugezogen. In Einzelfällen wird die Entwicklung teilweise durch die späteren Abnehmer finanziert. Öffentliche Mittel wurden auch 2014 nicht in Anspruch genommen. technotrans besitzt eine Vielzahl von Patenten, Lizenzen und ähnlichen Rechten. Patentanmeldungen erfolgen regelmäßig erst nach einer sorgfältigen Abwägung zwischen den Vorteilen, die mit einer diesbezüglichen Absicherung verbunden sind, und den Nachteilen, die durch die Offenlegung und nicht zuletzt durch die entsprechenden Kosten entstehen.